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Mehr Wohnungsbau an der Berliner Mediaspree

Kommentar zum Artikel im Berliner Tagesspiegel: Stadtentwicklung: Mediaspree wird zum Wohnquartier

Autoren 
Aljoscha Hofmann
© Aljoscha Hofmann

30.000 neue Wohnungen sollen in den kommenden fünf Jahren geschaffen werden. So steht es in den Koalitionsvereinbarungen von Rot-Schwarz. Ein Teil davon könnte an der versenkten Mediaspree - jetzt offiziell obere Stadtspree genannt - entstehen. Es bleibt zu hoffen, dass der Schwenk auf dem Immobilienmarkt (von Büro- zu Wohnnutzung) auch dazu beiträgt, die Pläne in architektonischer und städtebaulicher Hinsicht zu verbessern. Die Politik muss in jedem Fall auf diesen Umschwung reagieren und ihn möglichst konstruktiv nutzen.

Am Mittwoch, den 08.02.2012, wurden im Stadtentwicklungsausschuss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg erste Entwürfe für eine veränderte Bebauung an der Holzmarktstraße 16-30 (auf diesem Grundstück befand sich vormals die Bar25) von nps tchoban voss architekten gezeigt. Während diese Pläne deutliche Verbesserungen zeigen und auf Wohlwollen stießen, soll wenige Meter entfernt (östlich der O2 World) vom selben Investor ein Shopping Center entstehen. Die Freude angesichts dieser doch recht platzgreifenden Konsumkiste hielt sich bei den Bezirksabgeordneten allerdings in Grenzen. Man könnte sagen: Unentschieden! Oder für beide Seiten ein Teilerfolg.

Artikel zum Thema bei tagesspiegel.de.

Mediaspree versus Spreeufer für Alle!

Eine Bilanz

Autoren 
Aljoscha Hofmann

Der Berliner Osthafen im Wandel. © Aljoscha Hofmann

Erschienen auf den Seiten des Deutsch-Chinesischen Kulturnetzes.

„Mediaspree" taufte 2002 eine Interessengemeinschaft von Entwicklern, Investoren und Grundstückseigentümern den 3,7 km langen Abschnitt auf beiden Ufern der Spree im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Er soll von einem Gewerbegebiet in einen Standort für neue Medien, Unterhaltung, Freizeit, Kunst, aber auch Hotels, Einzelhandel, Wohnungen und Parks transformiert werden. Das größte der Vorhaben, die O2-World – eine Veranstaltungshalle für 17.000 Besucher – wurde im Dezember 2008 trotz massiver Protestdemonstrationen der Bevölkerung eröffnet.